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amo ergo sum

DEFLORAZIONE IN 14 STAZIONI, Museo Comunale d'Arte Moderna, Bologna,

1977

Partitur:

Nach dem Anziehen des Brusthemdes und Überziehen der Schnuller über die Fingerspitzen trete ich hinter die 1. Station am linken Ende des Bandes. Vom anfänglichen meditativen Verweilen (1.Station) bis zum abschließenden Zerreißen des Bandes (14. Station) soll das Erleben einer mit Schmerz, Freude, Angst und Aggression verbundenen Entwicklung mit der Sprache der Hände ausgedrückt werden. Zu diesem Zweck schlitze ich jede Station mit den in den Brustspitzen sitzenden Skalpellen auf, um ein Durchdringen der Hände zu ermöglichen. Durch den Schnitt dringt Blut. In jeder Station wird ein ganz bestimmtes Gefühl ausgedrückt, wobei sich jede Darstellung aus der vorhergehenden sowohl inhaltlich wie formal herausentwickelt. Das Handlungstempo steigert sich von Station zu Station. Bei der 14. Station setzt im Moment des Zerreißens ein schreiartiger Gesang ein.
Fotos: Roberto Vidali

Deflorazione in 14 Stazioni

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